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Gottesdienst in der Basilika San Francesco

Der Musik lauschen, in die Hände klatschen, eine Muschel ertasten: In Anlehnung an die Erzählung der Heilung des blinden Bettlers Bartimäus haben rund 60 Kinder im Rahmen der Familienwallfahrt der Diözese Würzburg gemeinsam mit Bischof Friedhelm Hofmann in der Basilika San Francesco all ihre Sinne zum Einsatz gebracht. Foto: Tobias Otto
Namenstag: Ferdinand,  Emmelia,  Reinhild
Grün Liturgische Farbe:   

Texte und Liturgie

Bischofswort

Wort zum 31. Mai 2015 – Dreifaltigkeitssonntag

Mit dem heutigen Dreifaltigkeitssonntag wird uns das unfassbare göttliche Geheimnis noch einmal markant ins Gedächtnis gerufen. Wir bleiben staunend vor der Größe Gottes stehen, der so ganz anders ist, als wir ihn uns vorstellen können. So wenig wir in Worte fassen können, was Liebe ist, so wenig können wir den Schleier von dem Geheimnis ziehen, dass er ein Gott in drei Personen ist. Uns bleibt nur, ihn anzubeten.

Hubertus von Lüttich (von Tongern-Maastricht)

Glaubensbote in den Ardennen, Bischof von Maastricht und Lüttich
* um 655 in Toulouse in Frankreich (?)
† 30. Mai 727 in Tervueren bei Lüttich in Belgien

Hubertus war nach der Überlieferung Sohn des Herzogs Bertrand von Toulouse, wohl auch verwandt mit Plektrudis, der Frau des ostfränkischen Hausmeiers Pippin dem Mittleren. Er lebte als Pfalzgraf am Hof von Theoderich III. in Paris, musste aber aus dieser Position fliehen und ging nach Metz zu Pippin. Er heiratete die Prinzessin von Löwen und bekam den Sohn Floribert, der später sein Nachfolger als Bischof von Lüttich wurde. Nach dem Tod seiner Gattin bei der Geburt dieses ersten Sohnes zog er sich von allen Ämtern zurück, lebte sieben Jahre als Einsiedler in den Ardennen und ernährte sich durch die Jagd.
In dieser Zeit festigte sich sein Glaube. Er ließ sich zum Priester weihen, wirkte als Glaubensbote in Brabant und den Ardennen und gilt deshalb als der "Apostel der Ardennen". Um 705 wurde er Bischof von Tongern-Maastricht. Er galt als umsichtig und milde. Bei einer Hungersnot rettete er Tausende Menschen vor dem Tod. Am 24. Dezember 717 (oder 718?) ließ er die Gebeine von Lambert nach Lüttich übertragen, im Anschluss verlegte er den Bischofssitz nach Lüttich und erbaute die Kathedrale an der Stelle, an der sein Lehrer Lambert ermordet worden war.
Seit dem 15. Jahrhundert wird die Legende vom Jäger Hubertus erzählt, dem ein mächtiger Hirsch mit dem Kruzifix zwischen dem Geweih erschien, was ihn bekehrte; dieses Motiv stammt aus der Eustachius / Placidus-Legende. Die Grundlage für die Zuschreibung dieses Motivs an Hubertus war seine Zeit als Einsiedler.
Hubertus' Gebeine wurden am 3. November 743 erhoben, aus diesem Anlass entstand die erste schriftliche Lebensgeschichte, die aber trotz der persönlichen Beziehungen des Verfassers zu Hubertus mehrfach durch Ungenauigkeit und Anleihe bei den Traditionen anderer Heiliger in ihrer Glaubwürdigkeit geschmälert ist. 825 kamen die Reliquien ins Kloster in Andagium, dem heutigen St.-Hubert in den Ardennen. Seit der französischen Revolution sind sie verschwunden.
Die Verehrung von Hubertus erfuhr seit dem 10. Jahrhundert starke Verbreitung. Er zählt in Belgien und den angrenzenden Gebieten noch heute zu den populärsten Heiligen. St.-Hubert war im Mittelalter ein bedeutender Wallfahrtsort. Im 15. Jahrhundert wurde ein Ritterorden nach Hubertus benannt. Am Hubertus-Tag wird Brot, Salz und Wasser geweiht, der Verzehr soll vor Hundebiss schützen. Hubertus-Brot schützt Haustiere, umgekehrt heißt die Tollwut in der französischen Sprache "Hubertus-Krankheit". In der Zeit um den Gedenktag finden traditionell die nach Hubertus benannten Jagden statt. Er gehört zu den vier heiligen Marschällen, in manchen Gegenden wird er auch zu den 14 Nothelfern gezählt.

Attribute:
Patron der Ardennen; der Jäger, Schützen, Kürschner, Gießer, Metallarbeiter, Drechsler, Metzger und Optiker, Fabrikanten mathematischer Geräte, Mathematiker, Schellenmacher; der Jagdhunde; gegen Tollwut der Hunde, Hunde- und Schlangenbiss; bei Wasserscheu .

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